Stop-Code-Diagnose · Treiber

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VIDEO_TDR_FAILURE

Bedeutung

Was VIDEO_TDR_FAILURE bedeutet.

Windows erkannte, dass die GPU bzw. der Displaytreiber nicht mehr rechtzeitig antwortete. Der Versuch, den Grafikpfad über Timeout Detection and Recovery (TDR) zurückzusetzen, ist fehlgeschlagen – deshalb wurde das System gestoppt.

Wichtig: Der Stop-Code grenzt den Fehlerpfad ein, beweist aber allein weder einen bestimmten Treiber noch einen Hardwaredefekt.
Einordnung

Typische Ursachen – nach Befund prüfen.

  • Beschädigter, inkompatibler oder instabiler Displaytreiber blockiert den Grafikpfad.
  • GPU-/VRAM-Instabilität, Übertaktung, hohe Temperatur oder unzureichende Stromversorgung tritt besonders bei 3D-, Video- oder Monitorlast auf.
  • PCIe-Verbindung, Dock, externer Bildschirm oder Plattformfirmware kann den Displaypfad beeinflussen.
Dump-Kontext

Was die Parameter zeigen.

Parameter 1
Interner TDR-Recovery-Kontext.
Parameter 2
Zeiger in das verantwortliche Treibermodul; der Modulname lässt sich aus der Adresse bestimmen.
Parameter 3
Fehlercode der letzten fehlgeschlagenen Operation, sofern verfügbar.
Parameter 4
Interne kontextabhängige Daten; nicht als Bauteildiagnose interpretieren.
Sichere Reihenfolge

Priorisierte Diagnose.

  1. Lastmuster dokumentieren

    Unterscheide Spiel/3D, Videodecoding, Browserbeschleunigung, externer Monitor, Aufwachen und Leerlauf. Temperatur und Leistungsaufnahme nur im sicheren Bereich beobachten.

  2. Displaytreiber sauber eingrenzen

    Vergleiche eine freigegebene OEM-/GPU-Hersteller-Version mit der unmittelbar zuvor funktionierenden Version. Keine dubiosen Treiber-Updater verwenden.

  3. Tuning ausschliessen

    Setze GPU- und VRAM-Overclocking/Undervolting testweise auf Werkseinstellungen. Erhöhe nicht pauschal den TDR-Timeout – das verdeckt Hänger, statt sie zu beheben.

  4. Thermik und Versorgung prüfen

    Kontrolliere Lüfter, Temperaturen, korrekt sitzende Stromstecker und das Netzteilmodell. Netzteile niemals öffnen; bei Geruch oder Verfärbung ausschalten.

  5. GPU-Pfad verifizieren

    Teste eine reproduzierbare, moderate Grafiklast und – falls verfügbar – eine andere Ausgabe/integrierte GPU. Erst konsistente A/B-Befunde rechtfertigen einen Hardwareverdacht.

Komponenten

Wann Treiber, RAM, SSD oder Hardware relevant werden.

BereichPrioritätBelastbarer Hinweis
Treibersehr hochWenn Parameter 2 und mehrere Dumps denselben Displaytreiber zeigen.
RAMbedingtBei zusätzlichen Speichercodes oder allgemeiner Datenkorruption; VRAM ist separat zu betrachten.
SSDniedrigNur bei beschädigten Treiberdateien oder gleichzeitigen I/O-Problemen.
GPU/HardwarehochBei Last-/Temperaturkorrelation, Artefakten oder reproduzierbarem Fehler mit sauberem Treiber.
Nachweise

Dump- und Ereignishinweise.

  • Treiberdatei aus Parameter 2, letzter Fehlercode, GPU-Modell und konkrete Last notieren.
  • LiveKernelEvent 141/117 kann zum selben Grafikpfad gehören; Zeitstempel mit dem 0x116-Ereignis vergleichen.
  • Artefakte schon vor Windows oder wiederholte Ausfälle mit mehreren Treiberversionen erhöhen den Hardwareverdacht, beweisen ihn aber nicht allein.
Nächste Schritte

Passende BHAZARD-Werkzeuge.

Vergleich
Quelle

Technische Referenz.

Die codespezifische Bedeutung und Parameterstruktur wurde gegen die Microsoft Bug Check Reference geprüft. BHAZARD ergänzt eine sichere, priorisierte Diagnose – ohne Reparaturgarantie.

Microsoft: Bug Check 0x00000116 VIDEO_TDR_FAILURE →
Sicherheit: Vor Treiber-, Firmware-, Datenträger- oder Hardwarearbeiten aktuelle Daten sichern. Bei Brandgeruch, Flüssigkeit, ungewöhnlichen Geräuschen oder drohendem Datenverlust ausschalten und Fachhilfe nutzen. Die Diagnose liefert keine Reparaturgarantie.