0x0000001A
MEMORY_MANAGEMENT
Was MEMORY_MANAGEMENT bedeutet.
Der Windows-Speichermanager hat eine schwere Inkonsistenz erkannt. Der erste Parameter ist ein Untercode und entscheidet, ob etwa Seitentabellen, Pagefile-I/O, beschädigte PTEs oder andere Speicherverwaltungsstrukturen betroffen sind.
Typische Ursachen – nach Befund prüfen.
- Defekter oder instabil betriebener RAM verändert Seitentabellen oder Kernelstrukturen.
- Ein Treiber schreibt ausserhalb seines zugewiesenen Bereichs und erzeugt erst später einen MEMORY_MANAGEMENT-Absturz.
- Storage-/Pagefile-Probleme oder beschädigte Systemdaten können einzelne Untercodes erklären; der Name allein beweist keinen RAM-Defekt.
Was die Parameter zeigen.
- Parameter 1
- Der Untercode. Microsoft dokumentiert viele Varianten mit jeweils eigener Bedeutung; deshalb immer den vollständigen Wert erfassen.
- Weitere Parameter
- Sind vom Untercode abhängig und können virtuelle Adressen, PTE/PFN-Werte, erwartete Werte oder Fehlerstatus enthalten.
- Vergleichswert
- Gleicher Untercode und gleiche Parameter über mehrere Dumps sind deutlich aussagekräftiger als 0x1A ohne Kontext.
Priorisierte Diagnose.
Untercode sichern
Notiere Parameter 1 vollständig und ordne erst dann die übrigen Parameter ein. Eine allgemeine 0x1A-Anleitung ohne Untercode ist unvollständig.
Speicherprofil zurücksetzen
Deaktiviere XMP/EXPO, Overclocking und Undervolting für den Test. Dokumentiere Bestückung, Slots und ursprüngliche Einstellungen.
RAM reproduzierbar testen
Führe mehrere vollständige Testdurchläufe durch. Bei Fehlern Module und Slots einzeln vergleichen; Gerät vorher ausschalten und ESD-Regeln beachten.
Treiberkorruption abgrenzen
Bleibt RAM fehlerfrei, vergleiche Dumps auf wiederkehrende Drittanbietertreiber. Driver Verifier ist nur mit Recovery-Plan für erfahrene Diagnose geeignet.
Pagefile/Storage nur bei Hinweis prüfen
Untercodes oder Ereignisse mit Paging-I/O führen zur Datenträgerprüfung. Pagefile nicht blind deaktivieren – dadurch gehen Dumps verloren und das Verhalten ändert sich.
Wann Treiber, RAM, SSD oder Hardware relevant werden.
| Bereich | Priorität | Belastbarer Hinweis |
|---|---|---|
| Treiber | hoch | Bei gleichem Drittanbietermodul, Pool-/PTE-Korruption oder fehlerfreiem RAM. |
| RAM | sehr hoch | Bei Testfehlern, instabilem Profil oder reproduzierbarem Modul-/Slot-Muster. |
| SSD | bedingt | Bei Pagefile-I/O-Untercode, Disk-Ereignissen oder beschädigten Systemdaten. |
| CPU/Mainboard | bedingt | Bei mehreren Modulen/Slots, Memory-Controller-Hinweisen oder WHEA-Ereignissen. |
Dump- und Ereignishinweise.
- Untercode, RAM-Bestückung, Taktprofil und exaktes Testresultat statt nur „Memory Error“ dokumentieren.
- Ein einzelner bestandener Windows-Speichertest schliesst sporadische Instabilität nicht vollständig aus.
- Module nicht im eingeschalteten Gerät wechseln; bei verlöteten Speichern oder Garantiegerät Fachservice nutzen.
Passende BHAZARD-Werkzeuge.
Verwandte Stop-Code-Diagnosen.
Technische Referenz.
Die codespezifische Bedeutung und Parameterstruktur wurde gegen die Microsoft Bug Check Reference geprüft. BHAZARD ergänzt eine sichere, priorisierte Diagnose – ohne Reparaturgarantie.
Microsoft: Bug Check 0x0000001A MEMORY_MANAGEMENT →